Food Waste

Stell dir vor, du kochst dir dein Lieblingsgericht. Duftend steht der Teller vor dir auf dem Tisch und dann kommt jemand und wirft mehr als die Hälfte davon in den Müll. Wärst du empört?
 
Wir wären es auf jeden Fall – und sind es auch, denn genau das passiert jeden Tag. Überall. Essensreste, zu viel gekaufte oder falsch gelagerte Lebensmittel enden meist im Müll statt im Magen. Jede_r von uns wirft im Durchschnitt 300kg geniessbare Lebensmittel weg, und das jedes Jahr. Das ist fast eine ganze Mahlzeit pro Tag und Person.
 
Aber es sind nicht nur Lebensmittel aus unseren Kühlschränken und Vorräte, die nie gegessen werden und direkt im Müll landen. Auch Produzenten und Lebensmittelhändler werfen viele, noch essbare Lebensmittel in den Müll. Sei es, weil die Gurke nicht ganz gerade gewachsen ist oder das Joghurt über dem aufgedruckten Verfallsdatum ist. Auf diese Weise landen jährlich fast zwei Millionen Tonnen noch geniessbare Lebensmittel im Müll.
 
Das muss nicht so sein und wir alle können etwas dagegen tun. Wer sich auf seine feine Nase anstelle des Ablaufdatums verlässt, Essensreste nicht wegwirft, sondern neue, kreative Rezepte kreiert und falls von etwas doch mal viel zu viel da ist, die Nachbar_innen beschenkt, kann vieles vor der Tonne retten.
 
Das Retten von Lebensmitteln haben sich auch die Gruppen von RestEssBar zur Aufgabe gemacht. Angefangen hat das Projekt 2014 mit einem Kühlschrank in der Winterthurer Altstadt. Die Idee ist, dass Freiwillige Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden, bei Restaurants und Geschäften abholen und sie in den für alle frei zugänglichen Kühlschrank legen. Jede_r darf sich dort bedienen. So werden einerseits Lebensmittel, die noch gut sind gegessen anstatt weggeworfen und für Menschen mit wenig Geld bietet sich die Möglichkeit sich gratis zu verpflegen.
 
Diese wirkungsvolle Idee hat bis heute Menschen in zwölf verschiedenen Städten in der Schweiz dazu bewegt, ebenfalls eine RestEssBar zu gründen. Die Standorte werden lokal und unabhängig voneinander betrieben, teilen sich aber ein gemeinsames Manifest. Willst du wissen, wo in deiner Nähe eine RestEssBar zu finden ist? Besuche die Website. Falls es bei dir keine gibt, könntest du die Gründer_in der nächsten RestEssBar werden?