Bietet feste Seife ausreichend Schutz?

Auf den ersten Blick scheint die verpackte Flüssigseife im Vergleich zum «ungeschützten» Seifenstück die hygienischere Option zu sein. Keime können sich auf beiden Optionen befinden: Bei der Flüssigseife am Pumpspender, beim Seifenstück auf der feuchten Oberfläche. Das Milieu auf der Seife ist für Keime jedoch so ungünstig, dass sie nicht überleben und – wie Forscher bereits 1988 festgestellt haben – auch nicht an die Haut weitergegeben werden. Das Seifenstück ist also nicht minder hygienisch und zur wirkungsvollen Reinigung der Hände eignen sich beide Seifen gleichermassen. Wichtig ist, dass das Seifenstück so gelagert wird, dass Wasser und Seifenreste problemlos abtropfen können und das Seifenstück trocknen kann.
 
Wer Plastikabfall vermeiden möchte, ist mit dem klassischen Seifenstück besser bedient. Dieses wird häufig in leicht recycelbaren Verpackungen – oder wie bei uns gänzlich ohne Verpackung – angeboten. Aufgrund der kompakten Form können mit den festen Seifen zudem Transportemissionen gespart werden und sie lassen sich besser dosieren. Dadurch sind sie ergiebiger als ihre flüssigen Pendants, deren Pumpspender häufig mehr Inhalt abgeben, als zum Händewaschen nötig wäre.