Zehn Fakten über Plastik und Müll

1. Von den 6,3 Milliarden Tonnen Plastik-Abfall, der bis 2015 entstanden ist, wurden nur 9% recycelt und 12% verbrannt. Die restlichen 79% liegen auf Abfalldeponien oder in der Umwelt.

2. Kannst du dir ein Leben ohne Plastik vorstellen? Bis vor 60 Jahren gab es im Alltag kaum Plastik. Seither ist die weltweite Plastikproduktion von 1.5 Mio. auf über 335 Mio. Tonnen pro Jahr angestiegen. Das ist 223-mal mehr!

3. Der grösste Anteil Plastik wird für Verpackungen gebraucht. Wir haben es selber in der Hand. Wenn wir nur noch unverpackt einkaufen würden, würde fast 40 % weniger Plastik gebraucht.

4. Plastik wird für seine Widerstandsfähigkeit geschätzt. Doch genau das ist seine grösste Gefahr. Plastik kann von der Natur nicht abgebaut werden. Er zerfällt in immer winzigere Stücke – in den sogenannten Mikroplastik.

5. Selbst in abgelegenen Gebieten wie der Tiefsee und dem arktischen Eis wurde schon Mikroplastik gefunden.

6. Mikroplastik gibt es auch in der Schweiz: Die Universität Basel (Mani et al., 2015) hat im Rhein und die EPFL in mehreren Seen Mikroplastik nachgewiesen (Faure et al., 2015). Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich hat 2016 festgestellt, dass täglich bis zu 30 Milliarden Teilchen (> 8 Mikrometer) ins Gewässersystem gelangen (AWEL, 2016). Eine erst vor wenigen Monaten veröffentlichte Studie zeigte zudem auf, dass Plastikstücke vom Ufer des Genfersees hohe Konzentrationen von toxischen Elementen enthalten (Filella & Turner, 2018). Die Grenzwerte von Kadmium, Blei und Quecksilber wurden klar überschritten. (Quelle: https://storage.googleapis.com/wzukusers/user-15533811/documents/5b3410970d9686bi9ofp/Swiss%20Litter%20Report_def.pdf)

7. Besonders gefährlich ist, dass an Mikroplastikteilchen Giftstoffe andocken und die Konzentration dieser Gifte mit dem Plastik zusammen immer höher wird.

8. Viele Lebewesen im und am Wasser fressen den Plastik und sterben daran. Auch wenn sie nicht daran sterben, belastet der Plastik ihre Organismen stark. Denn die Giftstoffe akkumulieren sich im Laufe der Nahrungskette weiter.

9. Mikroplastik wurde schon in Honig, Bier, Zucker, Trinkwasser und in Meeresfrüchten und Fischen gefunden.

10. Das Wichtigste daran: DU KANNST EINEN BEITRAG LEISTEN! Jede Tüte, jeder Strohhalm, jeder Take Away Teller, den du nicht mitnimmst sowie jeder Einkauf von unverpackten Gebrauchsgegenständen und Lebensmitteln ist ein grossartiger Schritt in die richtige Richtung.